CLUI (Center of Land Use Interpretation, California):

CLUI, eine 1994 gegründete Organisation, bezeichnet sich als Forschungs- und Bildungsinstitution, die Wissen rund um die Nutzung, die Aneignung und die Repräsentation von „the nations’s land“ generieren und verbreiten will.
 Das Center befragt die Zugänge von Landnutzung und will ein möglichst großflächiges Bild der Verwendung von terrestrischen und geografischen Ressourcen zeichnen.
Die Diskussion um die Nutzung von Landschaft soll angeregt werden. 
CLUI veranstaltet in den USA, als auch international, Ausstellungen in öffentlichen Museen. Das Zentrum hat verschiedene Recherchegebiete, wie Landwirtschaft, Leitsysteme, mediale Räume, Wasser und Land, Inseln, Erosion und Zerfall, usw. 
CLUI untersucht das Ungewöhnliche, als auch das Exemplarische, z.B. isolierte Räume, Räume, deren Zutritt der Öffentlichkeit strengstens verboten ist, wie der südlichen Nevada Wüste, einer modernen Terra incognita. Unveröffentlichte Aufnahmen des Gebietes, sowie geheim gehaltene Informationen, sollen durch Ausstellungen zur Verfügung gestellt werden. Die AirForce kooperierte und zog im letzten Moment aber ihre Unterstützung zurück. Dabei geht es um bekannte Aspekte, als auch um die Darstellung von Vermutungen über diesen Ort. Zusätzlich gab es einen Busausflug rund um das Gebiet.
Im Projekt „On Locations – Exhibit About Film Locations At Clui Los Angeles“ beschäftigt sich das Center damit, wie die Filmindustrie Orte im öffentlichen Verständnis zu Mythen verwandelt, da die Identität LAs stark durch die Filmindustrie geprägt ist. Dabei wird der reale und der kinematografische Raum verhandelt. „Some buildings possess a history of great significance to the City, a history which can be modified by repeated recontextualization through films.“
Ein anderes Projekt befragt den Zusammenhang von Land und Luft und betrachtet die Darstellung der Erde aus der Vogelperspektive kritisch. Die Ausstellung „Elevated Descent“ zeigt Aufnahmen von Landeplätzen in Los Angeles und lenkt so die Aufmerksamkeit auf etwas, das aus einer anderen Perspektive nicht sichtbar und so vermeintlich nicht existent ist.
The Center for Landuse Interpretation behandelt Fragen der Repräsentation von Orten, macht ihre Beobachtungen und ihre Kritik an der Oberfläche eines Ortes fest, da diese Bedeutung vermittelt und produziert und sich in dieser (visuellen) Schicht öffentliche Diskurse spiegeln.
Deshalb spielt die Frage „What does it mean to own an image“ (Florian Schneider and Multitude e.V.), im Zusammenhang mit Repräsentation eine wichtige Rolle, als auch der in diesem Zusammenhang zu nennende Begriff der „Imaginary Property“. Denn der Besitz eines Ortes, im Fall von CLUI durch ein Bild (bewegt oder einzeln) passiert vordergründlich auf der semiotischen Ebene und funktioniert über gewisse Codes, von denen bestimmte immer wieder aufgegriffen werden, und sich so in visuellen Prototypen verwandeln. Ein Beispiel wären die Räume des 600-room Ambassador Hotel, einst ein nobles Hotel, das heute ausschließlich Filmsets zur Verfügung steht. Hier passiert also eine Art Aneignung eines Ortes durch die Filmnarration.
Durch die Art der Darstellung, oder dadurch, dass die Existent eines bestimmten Ortes nicht erwähnt wird, wird Bedeutung geschaffen, die CLUI in praktischer Auseinandersetzung hinterfragt.